Bekanntlich setzt ein Gipfelsturm einige Grundkentnisse der Begehung von schwierigem Gelände in Fels und Eis voraus. Dazu wird sich jeder Gipfelstürmer zur eigenen Sicherheit angeseilt.
Daneben braucht es neben einem guten Bergseil einen entsprechenden Klettergurt. Am Besten erlernt man die Anseiltechnik, die verschiedenen Sicherungsmöglichkeiten am Berg bei einem der Grundkurse “Fels und Eis”. Diese werden von der jeweiligen SAC Sektion angeboten.
Neu gibt es nun auch spezielle Kurse für den leichten Gipfelsturm.
Einen Eindruck hiezu gibt die Rückansicht der Anseiltechnik.
Bisher war es relativ schwierig, die regionalen Infos bezüglich der Wildruhe-Gebiete zu erhalten.
Damit du weisst, wo sich die die Wildruhezonen befinden, macht Mountain Wilderness die Daten besser zugänglich.
Einige [leider noch nicht alle] Kantone haben ihre Wildruhezonen im Netz [LINK] veröffentlicht.
Das SLF stellt seit kurzem eine iPhone Applikation gratis zur Verfügung. Mit ihr ist es möglich, die Lawinenbulletins jederzeit anzuschauen (man braucht nicht ständig eine Mobile-Verbindung). Mit dem Analyser kann man zudem lernen, die aktuelle Situation an Ort und Stelle zu analysieren. Dazu gibt es viele Informationen zur Lawinenprävention. Mehr Inforamtionen zu White Risk mobile unter www.whiterisk.org
Die letzte Tour vor dem grossen Schnee führte mich von Gurnigel via Stockhorn nach erlenbach i/S.
Start war die Wasserscheide 1590 m, dann via Leiterenpass 1905 m – Kuhlauenen 1688 m – obere Walalp 1714 m – Oberstockenalp 1776 m – Hinterstockensee 1592 m – Chrindi 1600 m.
Zeitberdarf: ich habe 4 Stunden gebraucht.
Wie jedes Jahr am Bettag findet im Reichenbachtal findet das alljährliche SAC Fest in der Brochhütte statt.
Dieses Jahr wurde einen neue Holzhütte eingeweiht und der grösste Haslitaler Kuchen der Welt (hat da jemand einen Eintrag ins Guinness Buch veranlasst?) serviert. Jodler und eine Ländlerkapelle sorgten für den musikalischen Rahmen. Spiele und Spass und gemütliches Beisammensein, das lauschen atemraubender Bergabenteuer und die SAC Politpromis unterhielten uns Besucher glänzend.
Das Wetter spielte mit, der Haslitaler Fön blies und der Präsident war wohl mit dem Fest zufrieden.
Ein alter Bubentraum von mir, auch mal den Petersgrat zu erklimmen.
So sind wir mit dem Lötschental Postauto bis Fafleralp gefahren. Da im Hotel übernachtet, das auch ohne eine Hochtour zu unternehmen, sehr zu empfehlen ist,
Ab hier durch das Äussere Faflertal auf dem Wanderweg Richtung Blausee. Östlich daran vorbei und weiter aufsteigen zum Üsser Talgletscher, der am Westfuss der Krindelspitze erreicht wird. Von hier am Seil zuerst gegen das Tschingelhorn und ab ca.3020m.ü.M in einer leichten Linksschleife zum Petersgrat. Überquerung des Grates und via Helilandeplatz Abstieg über den Gletscher zur Mutthorn-Hütte.
Der Hüttenzustieg ist wegen dem abschmelzenden Gletscher nicht mehr so einfach. Aber von dieser Seite nicht schwierig.
Die Hütte war leider schon geschlossen, so dass wir uns im Winterraum etwas stärken könnten.
Ab der Mutthornhütte hinab muss man in abenteurerlicher Weise den abbröckelnden Fels umrunden um dann ca. 50m unter der Hütte auf den Tschingelfirn zu gelangen.
Danach gehts recht steil den Glescther hinab bis zur Moräne. Ab da ist ein gut markierter T4 Weg auf dem man problemlos weiter gegen den Oberhornsee gelangt. Der Rest ist dann eine leichte Wanderung.
Das Mutthorn zerbröselt langsam (Permafrost schmilzt). Daher der Absteig steinschlaggefährdet und weglos. Da muss der Hüttenwart sich etwas einfallen lassen. Die angebrachten Haken mit Schlaufe kann man vom Boden her nicht mehr erreichen!
Riesige Felsbrocken von der Ostseite des Mutthorns sind auf dem Gletscher!
Ich denke, dass in 20 Jahren meine Enkel die Hütte nicht mehr finden werden.
Anspruchsvolle alpine Gratwanderung mit Ausgangspunkt Meiringen Hasliberg dem Alpentower auf ca.2′200m.
Auf breitem Wanderweg geht’s zuerst Richtung Nordost zu den Erzgrueben. Danach wird hochgestiegen via Rote Nollen zum Läuber. Frank erkundigte sich über die Möglichkeiten diese Tour im Winter zu machen. Die ist nur mit einem Bergführer zu empfehlen!
Ab dem Läuber beginnt die eigentliche schwierige Gratwanderung T5.
Immer dem Grat entlang gehts zum Rothorn, das verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
An diesem Tag war das Wetter optimal und die Sicht ausgezeichnet. Bei Nässe und|od. Schnee ist die Tour nicht zu empfehlen. Auf Hikr hat einer berichtet, er habe mit seinem Hund diese Tour gemacht. Wir glauben das dies nicht möglich ist!
Der Aufstieg verlangt Konzentration und etwas leichte Kraxlerei. Nach Querung des Rothorn 2525müM geht’s steil und sehr ausgesetzt hinab zum Metzgerchällen auf 2395m – der Schlüsselstelle dieser Gratwanderung. Die ausgesetzte Querung einer Felsplatte ist mit Seilen gesichert und wer mag, kann 1000m senkrecht hinunter nach Melchsee Frutt blicken.
Erstaunlich dass es hier keine Basejumper gibt! Eine schönere Selbstmordwand kann ich mir nicht vorstellen.
Von hier geht’s hoch zum Glogghüüs ein Couloir hinauf, das man gut erklettern kann. Von Oben kommend siehts das allerdings furchterregend aus!
Auf dem Glogghüüsgipfel 2534müM haben wir eine ausgiebig Rast eingelegt und die nähere und weitere Umgebung bewundert.
Der Abstieg vom Glogghüüs verlangt nochmals etwas Konzentration bis zum Pt.2464. Ab da ist es eine T2 Wanderung hinab ins Tal oder via den Hasliberger Bahnen.
Eine anspruchsvolle aber tolle Gratwanderung für Trittsichere und Schwindelfreie Gemüter. Wer sich diese Tour nicht zutraut, kann sie mit dem Meiringer Bergführer, Roland Frutiger zu einem Spottpreis noch bis Oktober jeweils am Mittwoch unternehmen.
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